Aktuell
Berichte über Aktuelles in Anrath und Aktivitäten des Bürgervereins(Ältere Ereignisse können in der Chronik nachgelesen werden)
03.02.2013
En Anroeth wödd jeschunkelt
So hieß es beim Mundartnachmittag des Anrather Bürgervereins am 03. Februar 2013 im voll besetzten Saal von Schmitz-Mönk. Hauptverantwortlich waren wie immer die Liedergruppe "Leddschesweäver" und der "Mundart-Kreis". Bei Kaffee und Gebäck und mit Liedern, Gedichten und Sketchen wurden die zum Teil verkleideten Gäste bestens unterhalten. Mundart war wieder einmal großgeschrieben an diesem verregneten Sonntagnachmittag. Lieder und Texte der heimatlichen Mundartdichter kamen beim Publikum gut an, und so prasselte das Brot des Schauspielers auf die Akteure herab: tosender Beifall! Bekannte Vortragende, wie Annemarie Rüther, Ria Kluth, Irmgard Hüpperling, Hans Stienen, Elisabeth Peters und Sonja Küppers, Marlies Schmitz, Andrea und Philipp Reuters, Christa Nuhsbaum, Dorle und Christoph Carlhoff und nicht zu vergessen ein Gast aus Kempen: Ursula Heinen, begeisterten durch ihre Vorträge. Mit dem Sketch "Eier jelle - Eier telle" hatten Elisabeth Peters und ihre Tochter Sonja die Lacher auf ihrer Seite. Besonders stimmgewaltig trug Hans-Frieder Nöhles seine Story "Met Musik on Jesang" vor und verabschiedete sich mit einem kräftigen "Anrath helau". Gern gesehene Gäste waren auch in diesem Jahr Kinder der Albert-Schweitzer-Schule, die von vorne herein erklären wollten, was es heißt "richtich fiere". Unter der Leitung der Lehrerin Ruth Fehrholz hatten sie in ihrer Mundart-AG Gedichte eingeübt, die sie dem Publikum perfekt und mit entsprechender Betonung zum Besten gaben: "Heimat" und "Fasteloavend". Dass am Aschermittwoch die tolle Zeit vorbei sein wird und sich alle auf den sehnlichst erwarteten Frühling freuen, bewiesen sie mit dem Lied "Kiek, de Vüejel send all doa" nach der Melodie "Alle Vögel sind schon da". Ja, wie die Alten sungen, so zwitschern auch die Jungen! Man kann nur hoffen und wünschen, dass die Mundart nicht ganz untergehen wird! Friedel Kluth, der Initiator und unermüdlicher Organisator der Anrather Mundartveranstaltungen führte auf seine bewährte, unnachahmliche Art durch das Programm und beendete den Vortragsnachmittag mit seinem gereimten Kolorit "Rentner en Anroeth"; ein Rückblick auf das vergangene Jahr mit Denkanstößen und kleinen - nicht immer ganz ernst gemeinten - Seitenhieben auf die eine oder andere Begebenheit, aber dennoch, ein Quäntchen Wahrheit war nicht zu verleugnen. Der Kehraus mit dem Lied "Eruut en Joddes schöne Welt" verabschiedete das Narrenvolk in die Hochzeit des Karnevals. Man freut sich auf mehr im nächsten Jahr!








16.01.2013
Mit dem Nachtwächter durch Krefeld-Linn
Der Bürgerverein hatte am 16.1.2013 einen abendlichen Rundgang mit dem Nachtwächter durch das historische Linn auf dem Programm. Das Burgstädtchen präsentierte sich seinen Besuchern an diesem zu Ende gehenden Januarabend so klirrend-kalt, dass alle froh waren, zunächst einmal in den warmen Räumen in der urgemütlichen Gaststube des "Café Konkurs" Unterschlupf gefunden zu haben. Eine kräftige, deftige Portion Grünkohl sorgte für die nötige Basis, sich in eine kalte Nacht hinauswagen zu können. Nach der vorzüglichen Stärkung erschien der Nachtwächter Heinz Peter Beurskens, der auf der Suche nach Steuersündern aus längst vergangenen Zeiten war. In Friedel fand er einen reuigen Sünder, den er auch alsbald mit beiden Handgelenken in einem Pranger arretierte. Erst nach der Zusicherung einer Lösegeldzahlung in schwindelerregender Höhe wurde er entlassen und durfte für den nun beginnenden Rundgang das Amt des Nachtwächter-Gehilfen ausüben, zu dessen ordnungsgemäßer Verrichtung er sogleich mit einem langen Schäfermantel und Hellebarde versehen wurde. Weitere Teilnehmer erhielten Handlaternen, um das Dorf zu nächtlicher Stunde ein wenig zu erhellen oder auch um die klammen Finger zu erwärmen. An diesem Abend führte uns Heinz Peter Beurskens in viele Ecken und vor viele Häuser, an denen man sonst achtlos vorüber gehen würde. Unendlich viele historische Details erzählte er - und manche Geschichte stammte bestimmt aus der Flunkerkiste. Verbürgt sind aber seine Angaben zum schmalsten Haus: "In diesem 2,85 m breiten Haus wohnt ein Schuster. Das daran angrenzende große Gebäude gehörte einem Politiker." - Und mit einem Seitenhieb: "Das ist auch heute nicht anders." Zu jeder Stätte hatte er eine kleine Anekdote parat, die mit der Entstehung des Gebäudes verbunden ist oder ein wenig von dem Leben seiner Bewohner schildert; begleitet durch kleine Spielszenen, von Linner Bürgern mitgestaltet, wurden mittelalterliche Zeiten wieder lebendig, u.a. ergoss eine Mitspielerin unter lautem Geschimpfe den Inhalt eines Nachttopfes aus dem ersten Stock ihres Hauses auf den untreuen Gatten unten vor der Haustür. Nach einer kurzen Rast in der noch weihnachtlich geschmückten Kirche St. Margareta besuchten wir natürlich auch die wunderschön angestrahlte Linner Burg, auf deren nachträglich aufgesetzte Türmchen besonders hingewiesen wurde, die uns sonst nicht so bewusst geworden wären. Alle Teilnehmer des Rundgangs waren sich einig, dass man einen interessanten und kurzweiligen Abend in geselligem Kreis erlebt hat, der mit einem wohl verdienten Absacker im Café Konkurs endete. Dem Organisator Friedel Kluth und dem Nachtwächter Heinz Peter Beurskens herzlichen Dank!






31.12.2012
Sylvestergala 2012
Nun schon zum dritten Mal führte der Bürgerverein seinen inzwischen obligatorischen Silvesterball im Saal von Schmitz-Mönk durch. Mit 150 Gästen wurde gespeist, getanzt und gefeiert - bis tief in die Nacht hinein. Wieder einmal spielte die Band "Nightbirds" aus Kempen zum Tanz auf und Roswitha Brück führte durch das Programm. Familie "Schmitz-Mönk" servierte ein vorzügliches 5-Gänge-Menü, und zwischen den Gängen zeigte die Tanzgruppe "Las Tropicas" ihr neues Programm und begeisterte mit ihren Showtänzen die Gäste, die mit tosendem Applaus dankten. Kurzweil war groß geschrieben, denn als das Festmahl gegen 23.30 Uhr beendet war, knallten schon die ersten Sektkorken, die das Nahen des neuen Jahres ankündigten. Mit einem brillanten Feuerwerk, das von der Familie Schmitz organisiert worden war, wurde 2013 schließlich gebührend begrüßt. Nachdem die letzten Musikstücke verklungen und die letzten Tänze getanzt waren, muss gesagt werden, dass es einmal mehr ein guter Abend war, der mit Kurzweil und auch guten Gesprächen dem verflossenen Jahr einen würdigen Abschied bereitete. Ein besonderer Dank gilt den Organisatoren der Veranstaltung und auch dem Hause Schmitz-Mönk, die darauf bedacht waren, ihren Mitbürgern einen gelungenen Abend zu bereiten.









Gala_2012_Kapelle
Gala_2012_Tanz
Tagesfahrt mit dem Bürgerverein nach Bonn
Bericht aus Bonn
Eine "Zeitreise" durch unsere ureigenste Geschichte, die wir alle erlebt haben, erfuhren wir im Schnelldurchgang am 13. Oktober 2012 im Haus der Geschichte. Ein déjà vu überall: Längst vergessen Geglaubtes kam wieder zum Vorschein! Die einhellige Meinung der Teilnehmer beim wohlverdienten Mittagessen: Man muss wiederkommen und alles noch einmal in Ruhe entdecken ... und sich auch die Muße gönnen, um bei den ach so akribisch gesammelten und aufgeführten Details verharren zu können. "Bonn aus der Vogelperspektive" bestaunten wir anschließend bei schönem Wetter aus der luftigen Höhe des Stadthauses, von dem die Bonner sagen, es sei nur schön, wenn man oben stehe, da man es dann nicht sehen könne!! Weit ins Land konnte man blicken und sich perfekt orientieren. Der folgende ausgedehnte Stadtspaziergang zeigte eine pulsierende Großstadt, die sich ihre Beschaulichkeit und Liebenswürdigkeit bewahrt hat. Wenn sich auch das Panorama der Stadt im Laufe der Zeit weitgehend verändert hat, so ist doch das Münster immer noch beherrschend für das Stadtbild - eine der ältesten Kirchen Deutschlands mit ihrem beeindruckenden, großartigen Hochchor. Dass die glorreiche Zeit Bonns als Hauptstadt der BRD nicht ewig währen würde, hatten die Einwohner dieser kleinen unprätensiösen Stadt am Rhein, deren Geschichte bis zu den Römern zurückreicht, von Anfang an gewusst. Daher war 1989 die Schmollphase nur kurz. Schließlich war ihnen der Renommeeverlust mit rund 1,7 Milliarden €uro versüßt worden. So erweist sich die Bundesstadt Bonn nun als eine schmucke Großstadt mit prächtigen Bauten, großen Firmen, einer renommierten Universität, dem Bonner Münster, dem Touristenmagneten Beethoven und vielem mehr, heute erst recht als Anziehungspunkt und Aushängeschild in unserer Heimat; also heißt es noch einmal: Wiederkommen!








28.04.2012
Tagesfahrt mit dem Bürgerverein nach Kleve
Wieder einmal brachte uns die Deutsche Bahn ans Ziel unserer Reise, dieses Mal war es Kleve. Vor unseren Führungen durch das auf drei Hügeln erbaute Städtchen genehmigten wir uns noch schnell ein Tässchen Kaffee oder ein zweites Frühstück, bevor unsere Stadtführerin Frau Wiltrud Schnütgen uns durch die Schwanenburg bzw. das, was davon noch übrig ist, führte. Kurzweilig und mit einigen Episödchen erzählte sie von Kleves wechselvoller Geschichte. Mit viel Geschick taktierten einst die Klever Herzöge, ihre Besitzungen zu vergrößern und ihr Land zu sichern. U.a. verheiratete Herzog Wilhelm seine Schwester Anna mit dem englischen König Heinrich VIII. Schon beim ersten Treffen stellte Heinrich fest: "Ich mag sie nicht." Und der französische Gesandte Charles de Marillac beschrieb Anna nicht gerade als Frau von Welt: "... von mittlerer Schönheit, mit einem entschlossenen und resoluten Antlitz." Anna von Kleve selbst zu ihrer Hofdame: "Wenn der König ins Bett geht, gibt er mir einen Kuss, nimmt meine Hand und wünscht mir eine gute Nacht. Am Morgen küsst er mich und sagt mir auf Wieder-sehen. Ist das nicht genug?" Diese Ehe (seine 4.) ließ der König nach einem halben Jahr annullieren, Anna behielt ihren Kopf und lebte bis zu ihrem natürlichen Tod in England. Des Königs Hofmaler Hans Holbein hatte dem Herrscher wohl ein zu vorteilhaftes Portrait von Anna von Cleve gemalt; fortan durfte er kein Mitglied der königlichen Familie mehr malen. Natürlich durfte auch die Sage vom Schwanenritter nicht fehlen oder die Geschichte der Herzöge von Kleve, von denen einer - Johann II. - drei eheliche und 63 uneheliche Kinder hatte, dafür erhielt er den Beinamen "de Kindermaker". Auf dem Weg zur Stiftskirche mit der Grablege etlicher Herzöge und wunderschöner Fenster besuchten wir auch die Gedenkstätte für die jüdische Gemeinde. Ganz still wurde man... Das vorbestellte Mittagessen im Turmcafé sorgte für neue Kräfte und die notwendige Auszeit, um für die anschließende Führung im Forstgarten gestärkt zu sein. Der Park mit seinen regelmäßigen Wasserbecken, verschlungenen Wegen, Ruheplätzen sowie dem sog. "Amphitheater" und unzähligen fremdländischen Gehölzen wurde seit 1978 wiederhergestellt und ist eine Augenweide für jeden Spaziergänger. Erschöpft, aber zufrieden und gut gelaunt brachten uns Bus und Bahn wieder in die heimatlichen Gefilde zurück. Ein besonderer Dank gilt Frau Schnütgen, die nicht müde wurde, Interessantes und Kurzweiliges von Kleve aufzuzeigen. Man könnte davon noch so viel erzählen...










26.03.2012
Besuch in der Metzgerei Nöhles
Am 26.03.2012 besuchte der Bürgerverein auf Einladung von Herrn Karl Nöhles seine Metzgerei; pünktlich um 18 Uhr standen wir dort vor dem Tor und wurden vom Ehepaar Nöhles freundlich empfangen und hereingebeten. In seinem kleinen Innenhof - mit einem ungewöhnlichen Blick auf die Alleeschule - erhielten wir erste Eindrücke und natürlich die obligatorische Kopfbedeckung, um einen solchen Betrieb überhaupt betreten zu dürfen. In der Schleuse wurde das Schuhwerk desinfiziert und dann konnte es endlich losgehen. Den Laden betraten wir durch einen Lagerraum, der vor 10 Jahren von der Familie Nöhles noch als Küche genutzt wurde. Den Verkaufsraum lernte man nun aus einer ungewohnten Perspektive kennen, hinter der Theke sieht alles ganz anders aus, und natürlich lagen an einem Montagabend keine Waren in der Theke. Besonders interessant wurde es in der blitzblanken "Wurstküche" . Herr Nöhles zerteilte vor unseren Augen eine von den am Morgen gelieferten Schweinehälften. Vorher zog er die vorgeschriebene Schutzkleidung an, eine Kettenschürze und Kettenhandschuhe, die an eine Ritterrüstung erinnern. Mit blitzschnellen Bewegungen und sicherer Hand zerteilte Herr Nöhles die Schweinehälfte und gab Wissenswertes an die Küchenexperten weiter, es floss kein Tröpfchen Blut und trotzdem wurde der Raum nach unserem Besuch gesäubert und desinfiziert, während die Besucher im Hof mit köstlichen Cannapeés verwöhnt wurden. Es war faszinierend, Herrn Nöhles bei der Arbeit zuzuschauen und ihm zuzuhören. Er ist Fleischer mit Leib und Seele, schon als Schulkind war für ihn der Berufswunsch klar gewesen: Fleischer wie sein Vater wollte er werden! Noch einmal möchten wir uns für diese aufschlussreiche und interessante "Betriebsbesichtigung" bedanken und wünschen der Familie Nöhles für die Zukunft weiterhin alles Gute und viel Erfolg !






01.10.2011
Mit dem Bürgerverein nach Xanten
- eine beeindruckende Reise in die Vergangenheit -
Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlicher Hitze fand am 1. Oktober 2011 unsere Fahrt nach Xanten statt. Schon der berühmte Dichter Horaz meinte: "Carpe diem", nutze den Tag! Und so machten sich 24 Reiselustige schon früh am Morgen um 8 Uhr mit Bus und Bahn auf den Weg gen Xanten und freuten sich auf einen interessanten und anregenden Tag, denn Xanten ist eine kleine, saubere Stadt mit einem großen Marktplatz, deren Häuser ein bisschen denen der Niederlande ähneln, zumal die Grenze nicht weit ist.
Wer das Ratespiel "Stadt, Land, Fluss" noch aus seiner Schulzeit kennt, der kennt mit hoher Wahrscheinlichkeit auch Xanten. Denn die Stadt am Niederrhein, so erklärte die versierte Gästeführerin Mechthilde van Bouwen, sei die einzige Stadt in Deutschland, die mit einem X beginne. Auch weltweit gebe es nur eine Handvoll weiterer Städte mit X (die meisten davon in China). Das allein ist schon eine Attraktion! Unsere Frage nach dem Namen erklärte sie auch: Bei den heiligen Märtyrern heißt "ad sanctos martyres"; lässt man das Wörtchen "martyres" weg, dann hat man "ad sanctos", aus dem sich dann im Laufe der Jahrhunderte die Bezeichnung "Xanten" entwickelt hat.
Das antike Xanten war die drittgrößte Stadt nördlich der Alpen. Sie hatte sich in unmittelbarer Nachbarschaft von Castra Vetera, dem Lager von Varus Legionären gebildet. Dort ist gegen Ende des 2. Jahrhunderts der heilige Viktor den Märtyrertod gestorben, zusammen mit anderen Christen. Das und vieles mehr erfuhren wir bei einem historischen Stadtrundgang. Weiter erzählte sie: "Soldaten christlichen Glaubens aus der so genannten Thebäischen Legion, die sich geweigert hatten, dem Standbild des Kaisers oder dem Standbild des Staatsgottes Jupiter Opfer zu bringen, waren hingerichtet worden." In der Legende heißt es weiter, sie seien dann erstmals westlich von Xanten in den Sumpf geworfen und später beigesetzt worden. Der Dom St. Viktor wurde im Mittelalter als Stiftskirche über der Grabstätte des Heiligen errichtet; mit seinen beiden hohen Türmen prägt er das Stadtbild.
Sehr anschaulich wurden uns das Innere des Domes und seine Ausstattung erläutert und auf Besonderheiten und ihre Bedeutung hingewiesen - Hochaltarretabel mit Viktorschrein, Marienaltar mit der Wurzel Jesse, Lettner und Gemeindealtar und Krypta (um nur einige zu nennen). Das Wissen und die Begeisterung unserer Gästeführerin schien unerschöpflich!
Ein ausführlicher Stadtrundgang führte uns schließlich auch in die "Börse". Hungrig und glücklich ließen wir uns dort zum Mittagessen nieder, das einige von uns mit dem obligatorischen Kanonikus-Likör abrundeten.
Die ausgiebige Mittagspause hatte uns gestärkt und geholfen, uns auf den nächsten Höhepunkt unserer Fahrt einzustellen, den archäologischen Park, ein Highlight und ein Muss für jeden Xantenbesucher!! Dieser zeigt Überbleibsel der alten römischen Stadt Colonia Ulpia Traiana, der ca. im Jahr 100 das Stadtrecht verliehen wurde. Zahlreiche Baukomplexe sind dort originalgetreu nachgebaut, so dass wir uns gut in die damalige Zeit zurückversetzen konnten.
Wir betraten den Archäologischen Park durch das Hafentor; ganz in seiner Nähe stieß man bei Ausgrabungen auf die Reste eines römischen Tempels, der wegen seiner Lage "Hafentempel" genannt wird. Restauriert wurde und wird immer nur das, was gesichert nachgewiesen werden kann: der umlaufende Fries war ebenso reich verziert wie die korinthischen Säulenkapitelle, die auch farbig gestaltet waren.
Wir besichtigten auch das Badehaus mit seinen Umkleideräumen, Bädern und einer Sauna, das uns sogar für heutige Verhältnisse recht fortschrittlich erschien, zumal es schon eine Heizung und warmes Wasser gab.
Im nachgebauten Gästehaus aßen damals Reiche im Liegen. Dabei lagen sie auf einem Sofa, der Tisch stand in der Mitte. Mit der linken Hand stützte man sich auf dem Sofa ab, mit der anderen aß man; zusätzlich halfen Bedienstete. Frauen waren nicht dabei. Na ja! Wem's so gefällt!!
Schon ziemlich erschöpft und ausgelaugt stapften wir zurück ins Städtchen. Ein leckeres Eis konnte uns wohl munden, einige von uns hatten schon am Mittag die beste Eisdiele ausgemacht und die Lage sondiert. Eisschleckend konnte man die Hitze aushalten und den Tag ausklingen lassen.
Als wir gegen 20 Uhr wieder im nur 1001-jährigen Anrath eintrafen, waren die meisten rechtschaffen müde und wie auf einen Schlag waren alle blitzschnell verschwunden.
Es war ein langer Tag, der hoffentlich viele Eindrücke hinterlassen hat und vielleicht zu einem weiteren Besuch des geschichtsträchtigen Städtchens einlädt, von dem wir nur einige Facetten kennen gelernt haben.



















